Speed-Expeditions

a Himalayan Story

Speed-Expeditions – A Himalayan Story

Vom Dschungel auf das Dach der Welt – BOFF zeigt Film über Speed-Expedition von Benedikt Böhm und Prakash Sherpa

Im August 2022 bricht Speed-Bergsteiger Benedikt Böhm gemeinsam mit seinem nepalesischen Expeditionspartner Prakash Sherpa nach Nepal auf. Ihr Ziel: der 7.126 Meter hohe Himlung Himal – in weniger als acht Stunden, ohne künstlichen Sauerstoff, ohne Zwischenlager und aus eigener Kraft.

Doch die sportliche Herausforderung ist nur ein Teil der Geschichte. Bevor die beiden auch nur einen Schritt in Richtung Gipfel machen, reisen sie zunächst in den Süden Nepals, in die Terai-Region. Dort setzt sich Böhm mit seiner Initiative Helping Band für den Schutz bedrohter Tierarten und die Verringerung von Konflikten zwischen Mensch und Tier ein.

In Zusammenarbeit mit dem Outdoor-Filmproduzenten Dario Tubaldo ist aus dieser Expedition ein Dokumentarfilm entstanden, der beim Bavarian Outdoor Film Festival (BOFF) uraufgeführt wurde. Ein Film über ein extremes Projekt im Himalaya, über Freundschaft und Leidenschaft – und vor allem über die beeindruckende Vielfalt Nepals und die Menschen, die für ihren Erhalt kämpfen.

Benedikt Böhm und das
Rekordprojekt

Seit Jahren besteigt Benedikt Böhm die höchsten Gipfel der Welt – nur durch eigene Kraft, ohne künstlichen Sauerstoff und in unglaublicher Geschwindigkeit: Was Bergsteiger normalerweise in mehreren Tagen bewältigen, schafft er an einem Stück und in nur wenigen Stunden.

Seine Leidenschaft für die Berge und die Extreme führt Benedikt Böhm im August 2022 nach Nepal – ein Land, dem er seit vielen Jahren eng verbunden ist. Sein Ziel: der 7126 Meter hohe Himlung Himal. Gemeinsam mit seinem Expeditionspartner, dem nepalesischen Bergführer Prakash Sherpa, will er den Himalaya-Riesen in Rekordzeit besteigen. Für den Aufstieg vom Base Camp bis zum Gipfel setzen sich die beiden Extremsportler ein Zeitlimit von nur acht Stunden. Nach weiteren drei Stunden wollen sie zu Fuß und auf Tourenski wieder zurück am Ausganspunkt sein. Doch soll bei dieser Expedition nicht nur die sportliche Leistung im Mittelpunkt stehen.

Benedikt Böhm und Prakash Sherpa unterwegs

Zwei Männer, ein Gipfel

Böhms Expeditionsstil ist außergewöhnlich: kein künstlicher Sauerstoff, keine Hochlager, keine Träger – alles aus eigener Kraft, in einer durchgehenden Besteigung direkt vom Base Camp bis zum Gipfel und wieder zurück. Was andere Bergsteiger mit Unterstützung eines Teams in mehreren Tagen bewältigen, schaffen er und sein Partner in wenigen Stunden.

Sein Partner für die Nepal-Expedition 2022 war Prakash Sherpa – nicht als bezahlter Bergführer, sondern als gleichberechtigter Expeditionspartner. Prakash brachte nicht nur seine außergewöhnliche alpine Stärke ein, sondern auch sein tiefes Wissen über das Land, seine Kultur und die bedrohte Natur seiner Heimat.

Die Expedition im Detail: Himlung Himal (7.126 m)

Im August 2022 starten Benedikt Böhm und Prakash Sherpa kurz nach Mitternacht in völliger Dunkelheit. Ihr Ziel: der Gipfel des Himlung Himal auf 7.126 Metern – in maximal acht Stunden. Doch der Berg macht es ihnen nicht leicht. Der Klimawandel und die damit einhergehende Hitze haben die Route über den Gletscher verändert. Auch das Wetter spielt zunächst nicht mit, sodass der geplante Starttag immer wieder verschoben werden muss.

Dann, an einem der letzten möglichen Tage, reißt der Himmel auf. Nach 6 Stunden und 43 Minuten stehen die beiden auf dem Gipfel – erschöpft, aber von einem Panorama belohnt, das sich hunderte Kilometer weit über das Himalaya-Gebirge erstreckt. Der eisige Gipfelwind treibt sie zur Skiabfahrt. Nach insgesamt 9 Stunden und 39 Minuten kommen sie am Ausgangspunkt an.

Höhe: 7.126 m · Aufstieg: 6 Std. 43 Min. · Gesamtzeit: 9 Std. 39 Min.
Kein künstlicher Sauerstoff · Keine Zwischenlager · Kein Träger-Support

Benedikt Böhm und Prakash Sherpa auf dem Berg

Die Expedition war erst der Anfang

Der Himlung Himal war nicht Benedikts erste Speedbegehung – und nicht seine letzte. Seit über zwei Jahrzehnten besteigt er die höchsten Gipfel der Welt im Speed-Stil. Jede Expedition steht im Zeichen eines größeren Ziels.

Cho Oyu (8.188 m) – Oktober 2023
Gemeinsam mit Prakash Sherpa erreicht Benedikt den sechshöchsten Berg der Welt in 12 Stunden und 35 Minuten – nonstop vom Base Camp auf den Gipfel und zurück, ohne die Zufuhr von künstlichem Sauerstoff und ohne Höhenlager. Nach aktuellem Recherchestand hatte das vor ihnen niemand geschafft.

Spantik Speed Project (7.027 m) – 2024
Benedikts bislang jüngstes Projekt führt ihn auf den Spantik im Karakorum, Pakistan – eine spannende Ski-Expedition.

Im Zeichen von
Nepals Naturvielfalt

Seine Reise nach Nepal widmet Böhm dem Tier- und Umweltschutz – ein Thema, das ihm persönlich sehr am Herzen liegt: Im Himalaya haben Mensch und Klimawandel ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Auf über 5.500 Meter Höhe stoßen Böhm und Sherpa auf Müllhalden, achtlos zurückgelassen von Bergsteigern vergangener Expeditionen. Viele Gletscher, die einst die Landschaft beherrschten, gibt es heute nicht mehr. Zahlreiche Tierarten sind durch Jagd und den Verlust von Lebensraum vorn Aussterben bedroht.

Um Aufmerksamkeit zu schaffen für die gefährdete Natur Nepals sowie die Herausforderungen im Tier­ und Umweltschutz, reisen Böhm und Sherpa vor ihrer Expedition in den Süden des Landes, in die Terai-Region. Dort setzt sich Böhms eigens gegründete Initiative Helping Band für den Erhalt bedrohter Tierarten und den Abbau von Konflikten zwischen Mensch und Tier ein.

Chitwan: Wo die Mission begann

Besonders eindrücklich erlebt Böhm diese Realität im Chitwan-Nationalpark in der Terai-Tiefebene Nepals – einem der artenreichsten Schutzgebiete Asiens. Hier leben Panzernashörner, Bengalische Tiger, Sumpfkrokodile und Asiatische Elefanten. Und hier trifft das Expeditionsteam auf Menschen, die täglich im Spannungsfeld zwischen Wildnis und Besiedelung leben: Bäuerinnen und Bauern, die Felder und Tiere durch Bären und Tiger verloren haben, die aber dennoch für den Erhalt dieser Wildnis kämpfen. Genau diese Erfahrungen haben Böhm motiviert, Helping Band zu gründen. 

Landschaft am Himlung Himal

Benedikt, HELPINGBAND

Die Nepal-Expedition war mehr als eine Speed-Expedition. Sie bot die Möglichkeit, andere Menschen mitzunehmen und für eine gemeinsame Mission zu begeistern.

So entstand 2022 Helping Band. Die Idee ist so einfach wie wirkungsvoll: Gemeinsam mit dem WWF entwickelte Armbänder, die ein sichtbares Zeichen für den Schutz unserer Natur setzen.

Wenn du ein Helping Band trägst, trägst du die Idee weiter, die auf dieser Expedition ihren Anfang nahm.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Worum geht es im Film „Speed-Expeditions – a Himalaya Story”?

Der Film begleitet Benedikt Böhm und den nepalesischen Bergführer Prakash Sherpa bei ihrer Rekord-Besteigung des 7.126 m hohen Himlung Himal in Nepal. Neben der sportlichen Leistung steht der Tier- und Umweltschutz im Mittelpunkt – ein Film über ein extremes Projekt, Freundschaft und die Vielfalt Nepals.

Was hat die Expedition mit Helping Band und dem WWF zu tun?

Vor der Gipfelbesteigung reisten Böhm und Sherpa in den Süden Nepals (Terai-Region), wo sich der WWF und Helping Band für den Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt und für den Abbau von Konflikten zwischen Mensch und Tier einsetzen. Die Expedition sollte Aufmerksamkeit für die bedrohte Natur Nepals schaffen.

Was ist das BOFF?

BOFF steht für das Bavarian Outdoor Film Festival, in dessen Rahmen der Film gezeigt wurde. Er entstand in Zusammenarbeit mit dem Outdoor-Filmproduzenten Dario Tubaldo.

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